Pkw-Sicherheitstraining für ältere Fahrerinnen und Fahrer

Ein Filmbeitrag des DVR “Pkw-Sicherheitstraining für ältere Fahrerinnen und Fahrer”
“zum Fimbeitrag”

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Aus der Praxis für die Praxis - Sicherer Umgang mit dem Rollator

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In der Moderatoren Info des DVR – Ausgabe 25/2018 – wurde ein zweiseitiger Beitrag des von unserem Moderator Jürgen Uhlmann durchgeführten Rollator Parcours gedruckt. Dieser Beitrag dient 300 Moderatoren in Deutschlang als Beispiel, wie man das Thema Rollator in Seniorengruppen vorstellen und den Parcours handhaben und aufbauen kann.
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Wie unser Moderator Jürgen Uhlmann seine “sicher mobil”-Veranstaltungen durchführt.

Jürgen Uhlmann ist pensionierter Polizeibeamter und engagiert sich bereits seit 1991 bei der Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V. für die Verkehrssicherheit. Auch im “sicher mobil“-Programm ist er seit 2008 aktiv.
Seit einer Fortbildung im Praxisbaustein “Zu Fuß unterwegs” bietet er in seinen Veranstaltungen auch praktische Elemente im Bereich der richtigen Nutzung des Rollators an. Dazu gehört u. a. das gemeinsame Bewältigen eines Rollator-Parcours. Seine Veranstaltung dauert in der Regel knapp zwei Stunden.

1. Begrüßung und Vorstellung (5 Min.)

Vorstellung des DVR-Programms “sicher mobil” und der Ziele, anschließend Erläuterung des Veranstaltungsablaufs

2. Kurze Einführung zum Rollator (5 Min.)
Vortrag/Zurufsammlung zur Frage: “Seit wann gibt es eigentlich den Rollator?”

Erste Vorläufer gab es bereits im 15. Jahrhundert. Den Rollator in seiner modernen Form erfand die Schwedin Aina Wifalk. Sie litt unter Kinderlähmung und suchte nach Möglichkeiten zur Erleichterung der eigenen Mobilität. Seit den 1990er Jahren sind Rollatoren auch in Deutschland verbreitet und können ärztlich verordnet werden.

3. Zurufsammlung: „Erfahrungen der Teilnehmenden mit dem Rollator” (10 Min. Austausch über Nutzung, Probleme, Herausforderungen

Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden folgende Fragen besprochen und Lösungen zusammengetragen:

• Welche Strecke kann ich mir zutrauen?
• Wo kann ich am besten eine kleine Pause einlegen?
• Kann ich trotz eines Rollators auch Bus, Bahn oder Taxi nutzen?
• Wie lassen sich Gefälle, Steigungen, Bordsteinkanten oder der Einstieg in den Bus bewältigen?

Die Themen Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Konflikte im Straßenverkehr und “Wege planen” werden hier aufgegriffen.

4. Erläuterungen durch den Moderator (10 Min.)
Die richtige Nutzung des Rollators setzt bestimmte Kenntnisse voraus:

• Individuelle Einstellung der Griffhöhe
• „Richtiges” Gehen mit dem Rollator
• Funktion der Bremsen
• Ankipphilfe zum Bewältigen von Bordsteinen
• Sitzen auf dem Rollator
• sinnvolles Zubehör (Klingel, Tasche, etc.)

5. Rollator-Parcours erklären (10 Min.)

Erläuterung und Demonstration durch den Moderator, um zu zeigen, wie die Hindernisse zu bewältigen sind

6. Rollator-Parcours (75 Min.)

Den Parcours vor der Veranstaltung im verkehrsfreien Raum aufbauen!

7. Abschluss und Verabschiedung (5 Min.)

Abschließend wird auf das Thema “Sichtbarkeit”’ und reflektierende Materialien (Klebeband, reflektierende Snapbänder usw.) hingewiesen, die am Rollator angebracht werden sollten.
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Der Rollator-Parcours

1. Slalom

Strecke mit Kreide kenntlich zu machen. Ein leichtes Ziehen der Handbremse links oder rechts bewirkt, dass der Rollator in diese Richtung ausschwenkt. Dabei ist wichtig, die Bremse erst dann kurz anzuziehen, wenn sich das jeweilige Hinterrad des Rollators in Höhe des Hindernisses befindet.

2. Hindernis

Gezeigt und geübt wird das Überwinden eines Hindernisses (z.B. Bordstein) mit und ohne Ankipphilfe. Die Ankipphilfe (links oder rechts neben den hinteren Rädern) dient dazu, Schellen, Bürgersteige und andere kleinere Hindernisse sicher zu überwinden. Dazu fährt man direkt vor das Hindernis, platziert aus dem sicheren Stand einen Fuß auf der Ankipphilfe und drückt diese herunter. Dadurch wird der Rollator vorne angehoben und kann sicher über das Hindernis geführt werden. Verfügt der Rollator über keine Ankipphilfe, stellt man den Fuß hinter das Hinterrad und zieht den Rollator an sich heran, bis dieser vorne anhebt.

3. Setzen auf den Rollator

Diese Übung sollte zwei- bis dreimal wiederholt werden.
Der Rollator eignet sich auch zum Hinsetzen. Man dreht dafür den Körper um 180 Grad, also mit dem Rücken zum Rollator, um sich bei heruntergedrückter Feststellbremse hinzusetzen. Leidet ein Teilnehmender unter Drehschwindel, wird der Rollator um 360 Grad so weit um den Körper gedreht, bis er das Gesäß erreicht. So kann man sich auf den Rollator setzen, ohne sich selbst drehen zu müssen.

4. Setzen auf einen Stuhl oder eine Bank

Nochmaliger Hinweis: Hinsetzen und Aufstehen nur bei heruntergedrückter Feststellbremse!

5. Slalom

Zweiter Parcours wie unter Punkt eins

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Die ältere Generation soll mobil bleiben

Ob mit dem Auto, dem Pedelec, dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Rollator oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die ältere Generation ist mobil! Und das soll auch so bleiben!

Wir Verkehrswacht aktiv in Herne bieten in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Bochum folgende Themen in kostenlosen Veranstaltungen an.

o Gefahren für Fußgänger/Überqueren der Fahrbahn
o Sichtbarkeit und “Toter Winkel”
o eigene Leistungsfähigkeit (Medikamente, Hören, Sehen)
o Rund um den Rollator
o Fahren mit Bussen und Bahnen
o neues Recht für alte Hasen
o Tipps für Fahrrad und E-Bike
o Fahrsicherheitstraining mit eigenem Pkw (kostenpflichtig)
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Uhlmann und die Notfalldose

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Während der Veranstaltung werden DRK und VW durch Jürgen Uhlmann den Senioren die Notfalldose „Rettung aus dem Kühlschrank“ vorstellen und zum Erwerb von 1 € anbieten. In der Notfalldose sind alle Notfalldokumente an einem festen Ort und immer griffbereit.

Das Ende des Seniorennachmittages wird um 16:30 Uhr sein.

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12. Deutsche Seniorentag in Dortmund mit Jürgen Uhlmann

Westfalenhalle Dortmund 28.05.2018
Infos zum Seniorentag unter:
Unser Moderator Jürgen Uhlmann unterstützte die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) am 12. Deutschen Seniorentag.
Informationen zum DVR:
Der Deutsche Seniorentag, in diesem Jahr der 12. vom 28.05.2018 bis zum 30.05.2018, findet alle 3 Jahre statt. Schirmherr ist zurzeit Franz Müntefering aus Herne.
Informationen und Angebote der Landesverkehrswacht
Die Veranstaltung wurde eröffnet vom Bundespräsidenten Frank- Walter Steinmeier unter dem Motto „Brücken bauen.“
Die Eröffnungsrede des Bundespräsidenten
Es waren insgesamt 212 Seniorenvertretungen mit ihren Ständen anwesend.
Das Hauptthema des DVR war “sicher mobil” ein Programm für ältere Menschen länger mobil zu sein und zu bleiben. Es befasste sich insbesondere mit der Aktion Schulterblick.
Infos zur Aktion Schulterblick

Infos zum PKW Sicherheitstraining für ältere Menschen

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"sicher mobil" ein Programm für Verkehrsteilnehmer 50+

Mobilität ist ein wertvolles Gut. Sie ist Teil unserer Lebensqualität und ohne Mobilität ist eine selbständige Lebens- führung schwer vorstellbar. “sicher – mobil” – Das neue Programm der Deutschen Verkehrswacht und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates hat zum Ziel, die Mobilität der Älteren zu sichern. Mit diesem Programm wollen wir Bedingungen schaf- fen, damit die Teilnahme am Straßen-verkehr möglichst komfortabel und bequem und vor allem sicher und unfallfrei erfolgen kann. Wir wollen ältere Menschen dabei unterstützen, (schwierige) Verkehrssituationen besser zu bewältigen und im Verkehr verantwortlich zu handeln. In diesem Programm sprechen wir mit ihnen über die Verkehrsteilnahme zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto und als Mitfahrer.
Die Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V. bietet kostenlose Aufklärung durch geprüfte Moderatoren an. In lockerer Atmosphäre erhalten die Teilnehmer viele hilfreiche Informationen zum Verhalten im Straßenverkehr.
Personen ab 50 Jahren können sich als Gruppe (mindestens 8 Personen) direkt unter den Kontaktdaten der VW anmelden.

per Telefon: 02323 1 37 48 24 oder per Fax: 02323 1 37 48 23 oder

per E-Mail: info@verkehrswacht-wanne-eickel.de