Neue Aktivitäten gegen Unfälle

„Nun ist es offiziell – die Verkehrsunfallzahlen von Nordrhein-Westfalen stagnieren seit Jahren auf mehr oder weniger unveränder- tem Niveau, während sie auf Bundesebene oder in manchen Ländern erneut zurückgegangen sind.
Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass manche Verkehrssicherheitsmaßnahmen Früchte getragen haben, wie der Rückgang an getöteten Fußgängern und Kradfahrern zeigt. Dagegen stiegen die Zahlen der Getöteten auf Autobahnen sowie auf Landstraßen und sowohl die Unfallzahlen durch Ablenkung als auch der Pkw-fahrenden Seniorinnen und Senioren nahmen zu. Diese besorgniserregenden Entwicklungen werden uns langfristig begleiten. Daher sind neue Präventionsprogramme und Gegenmaßnahmen, für die die öffentliche Hand die nötigen Finanzmittel bereitstellen muss, schnellsten erforderlich.
Die Landesverkehrswacht hat ihre Vorschläge und verkehrspolitischen Forderungen bereits vorgestellt und wird diese auf der nächsten Jahrestagung am 28.04.2017 mit den Verkehrspolitkern des Landtages sowie weiteren Fachleuten im Forum Leverkusen erörtern“, so schreibt Burkhard Nipper in den Verkehrswacht-Infos N.2 März/April.
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Einführung in das Recht der Verkehrsstraftaten

Im Verwachtsmagazin “mobil und sicher” 3/16 habe ich einen Artikel über das Verkehsrecht gelesen, den ich hier nach und nach veröfffentlichen will.
“Ein in Verkehrsverhalten wie z. B. eine Trunkenheitsfahrt oder eine unterlassene Pflicht wie z. B. die Unterlassene Hilfeleistung werden dadurch zu einer Verkehrsstraftat, dass der Gesetzgeber genau diese Taten für kriminelles und daher strafwürdiges Unrecht hält. Sie bedeuten latente Unfallgefahren für die anderen Verkehrsteilnehmer, sodass die Täter nach deren Entdeckung dem Gesetz nach eine Bestrafung erwartet. Die für die Verkehrssicherheit gefährlichsten Täter erhalten sogar noch zusätzliche Punkte im Fahreignungsregister.
Das Verkehrsstrafrecht umfasst Vorschriften des materiellen und formellen Strafrechts, deren Ziel es ist Straftaten, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehrsraum oder im Zusammenhang mit der Beeinträchtigung der Sicherheit des Straßenverkehrs stehen, zu entdecken und zu ermitteln.
Eine Verkehrsstraftat ist somit eine Straftat, deren Täter im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehrsraum oder infolge der Beeinträchtigung der Sicherheit des Straßenverkehrs kriminelles und mit Strafe bedrohtes Unrecht verwirklichen.
Es wird zwischen echten Verkehrsstraftaten, die nur im öffentlichen Verkehrsraum begangen werden können (z. B. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) und den Straftaten im Straßenverkehr unterschieden, wobei die zweite Gruppe auch außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes begangen werden kann (z. B. die Nötigung).”
…. Fortsezung folgt.
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Tipps für bewährte und ältere Kraftfahrer im Straßenverkehr

Die Verkehrswacht Wanne-Eickel sucht auch in diesem Jahr unfallfreie Führerschein-Jubilare. Wer die letzten 10,20,25,30,40 oder gar 50 Jahre unfallfrei gefahren ist, kann sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Verkehrswacht Wanne-Eickel am Donnerstag, dem 02.06.2016 um 18.00 Uhr im Kolpinghaus Wanne ehren lassen.
Die von der Deutschen Verkehrswacht gestiftete Auszeichnung wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde verliehen.
Bitte bewerben Sie sich für die Ehrung unter 0171/2882757. Sie können aber ihre Anschrift auch unter der E-Mail-Anschrift info@verkehrswacht-wanne-eickel.de.
In der letzten Vorstands- und Beiratssitzung am 9. März hatten wir über die Ehrung bewährter Kraftfahrer und die Teilnahme älterer Kraftfahrer am Straßenverkehr im Focus.
Seit 1952 zeichnet die Verkehrswacht bewährte Kraftfahrer als Anerkennung für vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr aus. Eine Auszeichnung können alle Kraftfahrer, Berufskraftfahrer und Straßenbahnführer mit mindestens zehnjähriger vorbildlicher Fahrzeit erhalten. Wir als örtliche Verkehrswacht zeichnen aus.
• Bronze für 10 Jahre Fahrzeit
• Silber für 20 Jahre Fahrzeit
• Silber mit Eichenkranz für 25 Jahre Fahrzeit
• Gold für 30 Jahre Fahrzeit
• Gold mit Eichenkranz für 40 Jahre Fahrzeit
• Goldenes Lorbeerblatt für 50 Jahre Fahrzeit
Die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer ist neben Anerkennung auch Verpflichtung: Sie nimmt die Ausgezeichneten auch für die Zukunft in die Verantwortung. Mit der Annahme der Auszeichnung willigt der Kraftfahrer ein, „auch weiterhin durch umsichtiges, rücksichtsvolles und hilfsbereites Verhalten im Straßenverkehr anderen Verkehrsteilnehmern Vorbild zu sein”.
Wenn ältere Kraftfahrer Vorbild sein wollen, sollten Sie sich selbst checken und fragen, ob Sie weiterhin als Kraftfahrer am Verkehr teilnehmen wollen und können. Auch Angehörige oder der Hausarzt um Rat gefragt werden.
Mobilität ist Ausdruck und Merkmal von Lebensqualität, die es möglichst lange zu erhalten gilt. Dabei steht dem Recht des Einzelnen auf seine persönliche Mobilität das Recht aller Verkehrsteilnehmer auf Sicherheit gegenüber. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich, Risiken zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Reduzierung zu ergreifen.
Von älteren Verkehrsteilnehmern geht laut Statistik bis zum 75. Lebensjahr kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr aus. Danach steigt das Risiko kontinuierlich an: Bei einem Fahrer Ende 70 ist das allgemeine Unfallrisiko doppelt so hoch wie bei Fahrern zwischen 30 und 60 Jahren. Bei einem Fahrer mit Ende 80 ist das Unfallrisiko mit demjenigen von Fahranfängern vergleichbar.
Wir als örtliche Verkehrswacht möchten ältere Menschen ermutigen, ihre körperliche und psychische Verfassung selbstkritisch einzuschätzen. Aus diesem Grund bieten wir Seh- und Reaktionstest für Senioren an, wie z.B. beim Aktivtag des Stadtsportbundes am 9. März 2016 unter dem Motto „Sport der Älteren”.
Freiwillige Tests und Untersuchungen helfen bei einer objektiven Einschätzung ihrer Fähigkeiten und aber auch bei Leistungsmängeln. Bei körperlichen Defiziten kann eine Beratung durch den Arzt Wege und Gegenmaßnahmen zeigen, die Ihnen als ältere Menschen helfen, eine sichere Verkehrsteilnahme zu bewahren.
Die Verkehrswacht fordert seit 2008 sich mit der Fahreignung im Alter auseinanderzusetzen und seit 2013 tritt Sie für verpflichtende, regelmäßige, altersunabhängige Sehtests für Kraftfahrer ein.
(Quelle DV)


Weiter Infos unter:
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LWL-Film warnt vor Alkohol am Steuer

LWL-Film warnt vor Alkohol am Steuer – Foto: LWL
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Westfalen (lwl). Sommerzeit – Partyzeit: Die Versuchung, sich nach einer Party doch noch hinters Steuer zu setzen, ist groß. Ein paar Bier werden schon klar gehen, denken viele. Warnungen von Angehörigen, Fahrlehrern und Polizei nehmen vor allem viele junge Fahranfänger nicht ernst. Ganz anders sieht das aus, wenn die mahnende Stimme aus den eigenen Reihen kommt. Deshalb fördert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Peer-Projekt an Fahrschulen (PPF): Junge Menschen, die selber zur Gruppe der Fahranfänger gehören, werden von Fachkräften zu “Peers” (Englisch für “Gleichaltriger”, “Ebenbürtiger”) ausgebildet. Danach gestalten sie in Fahrschulen Gesprächsrunden rund um das Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

“Unser Ziel ist, dass sie damit Fahranfänger in ihrem Alter auf Augenhöhe über die Risiken von Alkohol am Steuer warnen”, sagt LWL-Jugenddezernent Hans Meyer. “Das ist eine andere Ebene als das typische Lehrer-Schüler-Verhältnis.” Der Erfolg gibt dem Projekt recht: 90 Prozent der Fahrschüler, die von diesen Peers geschult wurden, bewerten das Projekt gut.

Neben den Gesprächsrunden geht das Peer-Projekt der LWL-Koordinationsstelle Sucht und ihren Partnern nun einen neuen visuellen Weg. Den Peers wurde dabei eine besondere Erfahrung ermöglicht: Wie fühlt es sich an, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen? Neun junge Frauen und Männer wagten dieses ungewöhnliche Experiment. Unter kontrollierten Bedingungen auf der Strecke des Fahrsicherheitszentrums in Haltern. Mit dabei: Die Kamera. Der Film zum Selbstversuch kann zukünftig an Fahrschulen gezeigt werden. Vor allem aber ermöglicht die Erfahrung den jungen Teilnehmern, ihre theoretischen Informationen durch eigenes Erleben zu ergänzen und damit glaubwürdiger zu vermitteln.

Seine Handlung: Nach einigen Flaschen Bier fühlt der eine sich noch gut, die andere bereits ziemlich angetrunken. Normalerweise wäre jetzt Zeit für den Bus oder den Heimweg zu Fuß. Stattdessen setzen sich die jungen Menschen nun hinters Steuer – mit 0,5 Promille Alkohol im Blut, der in Deutschland geltenden Grenze zur Fahrtüchtigkeit. Angetrunken Auto fahren? Die Ergebnisse sind in allen Fällen ernüchternd.

Hier geht es zum Film

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