Welche Vorschriften sind für Radfahrer relevant?

Beleuchtung, Bremsen, Klingel. Über diese sicherheitsrelevanten Bauteile muss ein Fahrrad verfügen. Jedes Fahrrad muss laut Paragraph 65, Absatz 1 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) über zwei voneinander unabhängige funktionierende Bremsen verfügen. Damit Radfahrer rechtzeitig anhalten können, sollten die Bremsen richtig eingestellt sein. Für eine sichere Funktion sollte sich der Bremshebel selbst bei starkem Zug nicht bis zum Lenker durchziehen lassen. Außerdem darf die Bremse nicht am Reifen scheuern, da dieser dabei beschädigt werden kann. Damit Radler bei Dunkelheit sehen und rechtzeitig gesehen werden, ist eine funktionierende Beleuchtung ihre Lebens- versicherung. Relevant für die Beleuchtung ist Paragraph 67 der StVZO. Der vordere Scheinwerfer und das Rücklicht müssen zusammen eingeschaltet werden können und über einen Dynamo betrieben werden. Eine Ausnahme gilt nur für Rennräder unter 11 kg. Zudem muss jedes Fahrrad über einen weißen Reflektor vorne und einen roten Reflektor hinten verfügen. Wichtig sind außerdem je zwei Speichenreflektoren oder ringförmig zusammengehängte retroreflektierende weiße Streifen an Reifen oder Speichen. An den Pedalen müssen zudem nach vorne und hinten wirkende gelbe Reflektoren angebracht sein. Damit Radfahrer von Fußgängern und anderen Radfahrern gehört werden, müssen Fahrräder laut Paragraph 64a der StVZO über eine helltönende Glocke verfügen. Für den, der nicht als Nonne oder Mönch unterwegs ist, reicht eine Klingel. Radfahrer müssen zwischen beschilderten und nicht beschilderten Radwegen unterscheiden. Nur wo die blauen Verkehrszeichen mit aufgedrucktem Fahrrad einen Radweg anzeigen, gilt die Benutzungspflicht. Die Verkehrszeichen unterscheiden zwischen alleinigem, gemeinsamem und getrenntem Radweg. Ansonstenkönnen Radfahrer zwischen Fahrbahn und Radweg wählen. Wenn Radwege benutzt werden müssen, dient dies in erster Linie der Verkehrssicherheit. Die vorgeschriebene Trennung von motorisiertem und nichtmotorisiertem Verkehr hilft dem Schutz der Radfahrer, die ohne Knautschzone und Airbag im Verkehr einem gesteigerten Risiko ausgesetzt sind verletzt oder getötet zu werden. Rechtlich maßgebend für Radfahrer ist Paragraph 2, Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung: „Eine Benutzungspflicht der Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung besteht nur, wenn Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist.“ (§2, Abs. 4, StVO) Auf den Bürgersteig dürfen Radfahrer dagegen nicht ausweichen. Der Gesetzgeber sieht vor, dass dort nur Kinder bis 10 Jahren fahren dürfen. Kinder bis acht Jahren müssen auf dem Bürgersteig fahren.