Neue Bußgeldregelungen

In der Zeitschrift “mobil und sicher” Ausgabe 5/17 der Deutschen Verkehrswacht war zu lesen:
Rund zwei Drittel (64 %) aller Autofahrer nutzen ihr Smartphone bzw. Handy zumindest hin und wieder am Steuer. Noch mehr (71 %) sehen häufig oder sogar sehr häufig andere Verkehrsteilnehmer, die dies tun. So eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Automobil-Club Verkehr (ACV) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) (siehe auch Seite 31). Obwohl 94 Prozent dies als gefährlich einschätzen, gibt jeder zehnte Fahrer an, das Handy am Steuer zu benutzen, so eine
repräsentative Befragung der DA Direkt. Eine Neuregelung des Handyverbotes ist mehr als überfällig.
Mehr als jeder Zweite würde das Handy nicht am Steuer benutzen, wenn die Strafe dafür deutlich höher würde, z.B. 200 Euro anstelle der früheren 60 Euro.

Handy am Steuer wird nun teuer

Das erneuerte Gesetz, das zum 19.10.2017 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass zum einen alle technischen Geräte, auch Tablets, E- Books, Videobrillen und ähnliches, die man beim Fahren mit der Hand bedient, unter das Verbot gestellt werden. Außerdem das Schreiben von E-Mails und SMS während der Fahrt wird nun ausdrücklich untersagt. Der Motor muss vollständig abgeschaltet sein, bevor der Fahrer ein
technisches Gerät per Hand am Steuer nutzen darf. In der Vergangenheit gab es immer wieder strittige Prozesse um die Handynutzung am Steuer, wenn der Motor durch eine Start-Stopp-Automatik nicht lief, als die betreffende Person telefoniert hat. Freisprechanlagen sind
weiterhin erlaubt, sofern diese per Sprachsteuerung bedient werden können. Zum anderen wird das Bußgeld für das unerlaubte Verwenden der mobilen Geräte teurer: Im Regelfall wird dies von 60 auf 100 Euro angehoben, in besonderen Fällen wird es sogar bei bis zu 200 Euro liegen. Entsteht durch das Benutzen des Handys am Steuer ein Unfall mit Sachbeschädigung, drohen 200 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot. Beim Verwenden mobiler Endgeräte auf dem Fahrrad, fällt ein Bußgeld von 55 Euro anstatt bisher 25 Euro an.

Blockierung der Rettungsgasse

Für die Blockierung der Rettungsgasse und das Nichtbilden einer freien Gasse im Stau wird nun härter durchgegriffen. Generell müssen Verkehrsteilnehmer, die einem Einsatzwagen mit Blaulicht und Einsatzhorn keine freie Bahn verschaffen, mindestens mit einer Geldbuße von240 Euro sowie einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Verhüllungsverbot am Steuer

Autofahren mit Masken, Hauben, Schleier wie Burka oder Nikab, die wesentlichen Teile des Gesichts verdecken, ist nunmehr verboten und wird mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet. Dadurch soll eine Identifizierung des Fahrers sichergestellt werden.
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Aus dem Bußgeldkatalog

Verhüllungsverbot am Steuer
Autofahren mit Masken, Hauben, Schleier wie Burka oder Nikab, die wesentlichen Teile des Gesichts verdecken, ist nunmehr verboten und wird mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet. Dadurch soll eine Identifizierung des Fahrers sichergestellt werden.

Handy am Steuer oder Lenker
Als Kraftfahrer das Handy am Steuer genutzt 100 Euro Bußgeld, 1 Punkt
… mit Gefährdung: 150 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
… mit Sachbeschädigung: 200 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
Beim Fahrradfahren das Handy genutzt: 55 Euro Bußgeld

Blockierung der Rettungsgasse
Sie bildeten auf einer Autobahn oder Außerortsstraße keine freie Gasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen, obwohl der Verkehr stockte:
200 Euro Bußgeld und 2 Punkte
… mit Behinderung: 240 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
… mit Gefährdung: 280 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
… mit Sachbeschädigung: 320 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot

Sie unterließen es, einem Einsatzfahrzeug mit blauem Blinklicht und Martinshorn nicht sofort freie Bahn zu schaffen: 240 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
… mit Gefährdung: 280 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
… mit Sachbeschädigung: 320 Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot

illegale Autorennen
Sie veranstalteten oder nahmen als Kraftfahrer an einem verbotenen Autorennen teil:
3 Punkte, Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
. .. mit Gefährdung: 3 Punkte, Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
… mit Personenschaden: 3 Punkte, Freiheitsstrafe von 1 bis zu 10 Jahren; in minder schweren Fällen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren; Fahrerlaubnisentzug

Quelle: KBA, https://www.bussgeldkatalog.org/news/neue·b
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Schillerschule zeigt Flagge ... für einen sicheren Schulweg

Fynn und Nico bei der Aktion “Verkehrszähmer” vor der Schillerschule:
Foto Stefan Kuhn

halloherne.de berichtete am 05.12.2017 über ein vorbildliches Pojekt an der Grundschule Schillerschule

“Es ist ein Ärgernis an jeder Grundschule: Viele Kinder werden mit dem Auto zur Schule gefahren – am Liebsten direkt bis auf den Schulhof – obwohl der Schulweg auch zu Fuß machbar wäre. Da der Parkraum rund um die Schulen nicht für die große Anzahl an “Eltern-Taxen” gemacht ist, entstehen so jeden Morgen Gefahren für die Schüler, da Autos ihnen die Sicht versperren. Die Schüler, Eltern und Lehrer der Herner Schillerschule machten das am Montagmorgen (4.12.2017) bei einem Verkehrszähmer-Projekt deutlich.
Mit Warnwesten und Plakaten ausgestattet standen sie vor der Schillerschule und zeigten gemeinsam Flagge gegen das hohe Verkehrsaufkommen vor der Schule und für die Nutzung der Elternhaltestelle, die in der Nähe des Supermarkts Lidl angelegt wurde – speziell für die Eltern und Schüler, für die die Schule zu Fuß oder mit dem öffentlichen Nahverkehr schlecht zu erreichen ist. Doch die Haltestelle ist nicht unbedingt die erste Wahl für die Eltern, da die Kinder ab hier noch einige Meter laufen müssen.

An der Schillerschule stehen seit knapp drei Jahren jeden Morgen vier Eltern der Verkehrszähmer an neuralgischen Punkten – vom Elternparkplatz bis zur Schule – und unterstützen die Kinder auf ihrem Schulweg. Andreas Merkendorf, Vater und Verkehrszähmer-Beauftragter: “Seitdem wir das machen, ist der Verkehr vor der Schule schon deutlich ruhiger geworden.”

Eltern, die ihre Kinder zur Schule chauffieren, tun dem eigenen Kind und auch den anderen Schülern nichts Gutes. Die Eltern nehmen den eigenen Kindern die Chance auf dem Schulweg wichtige Kompetenzen zu erlangen: Selbständigkeit und Selbstbewusstsein. “Eigenschaften, die in der Welt von morgen wichtiger sind denn je“, findet auch Henrich Kleyboldt, Schulpflegschaftsvorsitzender der Schillerschule: “Die Kinder sind stolz wie Bolle, wenn sie den Schulweg alleine zurücklegen.“ So lernen sie, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und kommen wach und aufmerksam in der Schule an.

Wie sollen die Kinder Vertrauen zu sich selbst entwickeln, wenn die Eltern ihnen noch nicht einmal zutrauen den Schulweg zu finden? Kinder die ihren Schulweg alleine meistern, sind auch in ihrer Freizeit sicherer unterwegs, da sie jeden Morgen lernen, sich im Straßenverkehr sicher zu bewegen. Außerdem lässt die Bewegung an der frischen Luft die Kinder wach und aufmerksam an der Schule ankommen. Dabei ist es in der Diskussion nicht entscheidend ob die Kinder zur Schule gefahren werden, sondern wo sie abgesetzt werden.

Ein Baustein des Projekts der Schillerschule sind Sterne, die die Klassen sammeln, wenn die Kinder mit Warnweste und zu Fuß in die Schule kommen. Bei einer mit der Klasse vereinbarten Zahl an gesammelten Sternen gibt es einen Ausflug zum Spielplatz oder auch mal keine Hausaufgaben. So haben die Kinder einen eigenen Anreiz, zu Fuß zu laufen. “Manchmal sind es dann die Kinder, die ihre Eltern erziehen und sie dazu bewegen, sie an der Elternhaltestelle abzusetzen“, so Merkendorf.”

Text: Carola Quickels, halloherne.de


Zum Bericht auf www.halloherne.de:

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Grundregeln im Straßenverkehr für Migranten und Flüchtlinge

Jürgen Uhlmann war am Montag (20.11.2017) beim Malteser Hilfsdienst in Herne an der Roonstraße 86 aktiv. Unser Moderator hat erstmalig Migranten und Flüchtlinge zum Thema Grundregeln für Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr geschult. Alle Themen wurden in vier Sprachen behandelt.
Jürgen Uhlmann benutzte dazu ein Plakat sowie Folien für den Overheadprojektor um die Gefahren zu vertiefen. Aus Unkenntnis unserer Verkehrsregeln widerfahren der genannten Personengruppe immer wieder gefährliche Situationen im Straßenverkehr.
Darüber hinaus wurde ein Sehtest angeboten, von dem rege Gebrauch gemacht wurde. Dieses Pilotprojekt sollte aus Sicht der Verkehrswacht im kommenden Jahr wiederholt werden.

Schulanfangsaktion 2017 an der Grundschule Jürgens Hof

Am Donnerstag (07.09.2017) fand an der Grundschule Jürgenshof zusammen mit der Gastschule vom Pantringshof die Schulanfangsaktion der Verkehrswacht Wanne-Eickel in enger Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Polizei und der HCR statt. An folgenden Aktivitäten konnten die einzelnen Klassen teilnehmen: die Lernanfänger beider Grundschulen an einer Schulumfeldbegehung mit den Bezirksbeamten der Polizei und den Ampelmännchen, die 2. Klassen an einem Fahrradparcours und einem Sehtest, die dritten Klassen an der Darstellung des „Toten Winkels“ demonstriert an einem Bus der HCR und die Viertklässler an einer Geschwindigkeitskontrolle mit der Laserpistole.


halloherne.de “Als Michelle ein kleines rotes Auto war Schulanfangsaktion der Verkehrswacht”

waz.de Verkehrserziehung: Verkehrswacht warnt vor “Elterntaxis”


Video zur Schulanfangsaktion der Landesverkehsrwacht NRW

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Heinz Hendricks begeistert von Schulanfangsaktion seiner Verkehrswacht

In der Pressekonferenz brachte der Vorsitzende der Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V., Heinz Hendricks, lobte die Organisation durch Dirk Wallböhmer, stellte die wichtigen Aktionen vor und bedankte sich herzlich bei der Polizei, der HCR, der Schulleiterin der gastgebenden Schule Frau Kirsten Midik, den Mitarbeitern der VW und besonders bei der Herner Sparkasse und der Dekra als Sponsoren. Er erwähnte die bei den Schülern erlebte Begeisterung bei den Aktionen. Vor Schulbeginn waren ihm die vielen Elterntaxen aufgefallen. Er machte deutlich, „Kinder sollen möglichst früh, selbständig und allein zur Schule kommen. Dazu muss man Eltern motivieren.“
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Dirk Rogalla von der HCR lobt Zusammenarbeit mit Verkehrswacht und Polizei in Herne

„Wir sind glücklich und froh, dass sich Kontinuität eingespielt hat mit der VW und der Polizei. Das was wir hier tun, wird nachgefragt“, so der Pressesprecher der HCR, Dirk Rogalla.
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Andrea Christoph, die Schulamtsdirektorin zu Besuch

„Das, was ich hier sehe, macht Kindern ungeheuren Spaß. Da sind keine Motten und Spinnweben dran, das ist das, was Kinder brauchen, um sich selbstbewusst nachher im Straßenverkehr bewegen zu können. Das, was sie den Kindern anbieten, ist so wertvoll“, bestätigte die Schulamtsdirektorin Frau Andrea Christoph.
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Michelle Müntefering MdB und Wahlkampfkandidatin der SPD

Zu Gast waren die beiden Bundestagswahlkandidaten Michelle Müntefering und Paul Ziemiak, die alle Aktionen aufmerksam verfolgten. „Die beste Prävention, dass man das Umfeld kennt, dass man aufpasst und Rücksicht nimmt.“ Michelle Müntefering erinnerte sich daran, dass sie 1984 oder 85 im KUZ auf der Bühne gestanden habe, als kleines Pappauto und mit Rolf Zukowski gesungen habe „Zebrastreife, Zebrastreifen, mancher wird dich nie begreifen.“ Das hat sie bis heute nicht vergessen.
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